Rechnungen in Sage Accounting importieren (2026)
Möchten Sie Rechnungen in Sage Accounting importieren? Wir vergleichen KI-Belegerfassung, AutoEntry und Tailride bei Kosten, Limits und Funktionen.

Zuletzt aktualisiert: August 2026 · ca. 11 Min. Lesezeit · Veröffentlicht von Tailride
Sage bietet für dieses Problem zwei unterschiedliche Lösungsansätze, die jedoch separat vermarktet werden. Der erste ist die sogenannte KI-Belegerfassung (AI Capture). Sie ist in Ihrem Abonnement enthalten, wird monatlich abgerechnet und liest lediglich die Kopfdaten eines Dokuments aus. Der zweite Ansatz heißt AutoEntry – ein Tool, das Sage 2019 übernommen hat. AutoEntry liest auch einzelne Belegzeilen (Einzelposten) aus, nutzt jedoch ein eigenes Guthabensystem (Credits), bei dem ein Dokument mit Einzelposten gleich doppelt so viel kostet.
Beide Fakten werden keineswegs verheimlicht – man findet sie direkt in der Dokumentation von Sage. Allerdings stellt niemand diese Details direkt gegenüber. So entscheiden sich viele Unternehmen zufällig für einen Weg und stoßen drei Monate später an ein unerwartetes Limit.
Dieser Leitfaden beleuchtet jeden Weg, über den Sie Rechnungen in Sage Accounting importieren können. Wir zeigen, was die jeweiligen Tools tatsächlich auslesen, welche Limits gelten und was die Verarbeitung von einhundert Lieferantenrechnungen pro Monat in der Praxis kostet.
Die integrierten Sage-Tools lesen nur das aus, was Sie ihnen manuell übergeben – und beschränken sich auf die Kopfdaten. Tailride übernimmt die restlichen zwei Drittel der Arbeit: Es sucht die Rechnungen für Sie in Gmail, Outlook und in Lieferantenportalen, rekonstruiert die Historie (die Sie bislang nicht erfasst haben), liest jede einzelne Zeile aus, kontiert diese automatisch nach Ihrem Sage-Kontenplan und überträgt eine fertige Eingangsrechnung samt angehängtem Original-PDF in die Buchhaltung. Die Extraktion von Einzelposten ist in jedem Tarif enthalten – abgerechnet wird pro Dokument, nicht pro Nutzer. Die ersten 10 Rechnungen pro Monat sind kostenlos, danach beginnen die Tarife bei 19 $. Zur Sage-Integration →
Die Kurzfassung
Nutzen Sie die KI-Belegerfassung, wenn Sie ein überschaubares Belegvolumen verarbeiten und Ihnen Lieferant, Beschreibung und Gesamtbetrag genügen. Diese Funktion ist inklusive, schnell und konzentriert sich rein auf die Kopfdaten.
Nutzen Sie AutoEntry, wenn Sie Einzelposten auslesen müssen und bereits ein Sage-Paket nutzen, das entsprechende Credits enthält. Wenn Sie es als eigenständiges Produkt erwerben, steigen die Kosten durch das Credit-Modell schnell an, da die Extraktion von Belegzeilen zwei Credits pro Dokument erfordert statt einem.
Nutzen Sie eine spezialisierte Erfassungs-Software vor Sage (wie Tailride), wenn die größte Herausforderung in der Belegbeschaffung liegt – etwa bei Rechnungen, die in Portalen liegen, in E-Mail-Postfächern verschwinden oder bei der Aufarbeitung eines Belegstaus. Tailride verbindet sich direkt mit Gmail oder Outlook, liest jede Zeile aus, weist das passende Sachkonto zu und überträgt die fertige Rechnung inkl. PDF für ab 19 $ pro Monat an Sage.
Eines sollten Sie jedoch im Vorfeld klären: Welche Sage-Version Sie eigentlich nutzen.
Prüfen Sie zuerst, welche Sage-Version Sie nutzen
Dieser Punkt führt häufig zu Verwirrung, da verschiedene Produkte unter dem Namen Sage vertrieben werden.
Sage Accounting ist die Cloud-Lösung, in die Sie sich unter accounting.sage.com einloggen. Sie wird unter dem Schirm der Sage Business Cloud verkauft (früher oft Sage One genannt). Alle folgenden Punkte beziehen sich auf dieses Produkt.
Sage 50 (bzw. Sage 50 Connected) ist eine Desktop-Anwendung mit Cloud-Anbindung. Sie basiert auf einer völlig anderen Architektur, bietet andere Funktionen und eigene Add-ons. Die hier beschriebene KI-Belegerfassung ist in Sage 50 so nicht vorhanden.
Zudem ist der gewählte Tarif entscheidend. Die KI-Belegerfassung ist nur in den Tarifen Sage Accounting Standard und Plus verfügbar (Sage KB: Automatisierung von Einkäufen). Im Start-Tarif ist sie nicht enthalten, und Sie benötigen zwingend Zugriff auf den Bereich „Einkäufe“, damit die Funktion überhaupt sichtbar ist.
Weg 1: Die KI-Belegerfassung (in Standard und Plus enthalten)
Die KI-Belegerfassung verwandelt ein hochgeladenes Dokument in einen Rechnungsentwurf, der vor der endgültigen Buchung auf Ihre Freigabe wartet. Es gibt drei Wege, Belege in dieses System einzuspielen.
Per Drag-and-drop ziehen Sie Dateien direkt in Sage Accounting. Gehen Sie unter „Einkäufe“ auf „Eingangsrechnungen“ und wählen Sie im Dropdown-Menü der neuen Rechnung „Datei hochladen“.
Per E-Mail-Weiterleitung senden Sie eine Nachricht mit angehängter Rechnung. Sage generiert dafür eine systemseitige E-Mail-Adresse, die Sie ebenfalls in der Upload-Ansicht finden. Wichtig: Diese Adresse wird automatisch erstellt und kann nicht geändert werden. Sie eignet sich also nicht als einprägsame Empfangsadresse, die Sie direkt an Ihre Lieferanten weitergeben könnten.
Per Foto-Upload über die mobile Sage Accounting App erfassen Sie Kassenbelege von unterwegs.
Egal welchen Weg Sie wählen: Die Dokumente landen meist innerhalb einer Minute im Reiter Zu genehmigende Entwürfe mit dem Status „Zur Überprüfung“.
Die offiziellen Limits
| Limit | Wert |
|---|---|
| Dateien pro Upload | 25 |
| Akzeptierte Formate | PDF, JPG, JPEG, PNG, TIFF |
| Transaktionen pro Datei | 1 |
| Maximale Dateigröße | 20 MB |
| Freikontingent im Standard-Tarif | 30 Transaktionen/Monat, danach 0,20 € je Beleg |
| Freikontingent im Plus-Tarif | 100 Transaktionen/Monat, danach 0,20 € je Beleg |
Zwei dieser Punkte verdienen besondere Beachtung.
Eine Transaktion pro Datei bedeutet, dass ein PDF, das drei separate Rechnungen enthält, vor dem Upload aufgeteilt werden muss. Sendet Ihr Lieferant eine monatliche Sammelaufstellung, bedeutet das manuelle Mehrarbeit, die Ihnen die KI-Belegerfassung nicht abnimmt.
Guthaben wird erst bei Freigabe abgezogen, nicht beim Upload. Entwürfe belasten Ihr Kontingent erst, wenn Sie diese genehmigen. Ein Dokument, das Sie ablehnen und löschen, kostet Sie also nichts. Das ist ein erfreulich faires Abrechnungsmodell.
Was genau ausgelesen wird
Sage formuliert dies in seiner Dokumentation sehr präzise: Die KI-Belegerfassung extrahiert den Lieferanten, die Beschreibung und den Gesamtbetrag. Die Genauigkeit verbessert sich durch kontinuierliche Nutzung.
Das sind klassische Kopfdaten. Sie reichen aus, um den Endbetrag zu verbuchen und das Dokument anzuhängen. Sie genügen jedoch nicht, um die Rechnung eines Baustoffhändlers auf Material, Maschinenmiete und Lieferung aufzuteilen oder unterschiedliche Steuerschlüssel auf denselben Beleg anzuwenden.
Weg 2: AutoEntry (ein weiteres Sage-Produkt)

Sage hat AutoEntry im Jahr 2019 übernommen. Beide Systeme sind eng miteinander verzahnt, werden jedoch getrennt abgerechnet – und genau dieser Umstand wird vielen zum Verhängnis.
AutoEntry übernimmt all das, was die KI-Belegerfassung nicht kann: Es liest Einzelposten aus, lernt Ihre Sach- und Steuerkonten kennen und verbucht eine vollständig validierte Transaktion. Zudem kann es auch Bank- und Kreditkartenabrechnungen verarbeiten.
Das Kostenmodell basiert auf Credits, und der Preis pro Beleg variiert je nach angeforderter Leistung:
| Dokument | Credits |
|---|---|
| Rechnung oder Beleg, nur Kopfdaten | 1 |
| Rechnung mit ausgelesenen Einzelposten (Belegzeilen) | 2 |
| Bank- oder Kreditkartenabrechnung, pro Seite | 3 |
Die Tarife (netto, nach der Preiserhöhung im September 2025): Bronze 14 € für 50 Credits, Silber 25 € für 100, Gold 47 € für 200, Platin 108 € für 500, Diamant 300 € für 1.500, Saphir 469 € für 2.500.
Wenn man diese Kosten auf Belege mit Einzelposten umrechnet, wird das Modell schnell teuer. Einhundert Lieferantenrechnungen im Monat, die in ihre einzelnen Zeilen aufgeschlüsselt werden sollen, kosten 200 Credits – das entspricht dem Gold-Tarif für 47 € pro Monat, zusätzlich zu Ihrem regulären Sage-Abonnement.
Zwei weitere Punkte sind wichtig: Credits verfallen irgendwann und sammeln sich nicht endlos an. Zudem ist in speziellen Paketen (wie z. B. Sage for Accountants für Steuerkanzleien) AutoEntry für bestimmte Mandanten oft bereits enthalten. Fragen Sie im Zweifel direkt bei Sage nach Ihrem tatsächlichen Kontingent.
Weg 3: Rechnungen in Sage Accounting importieren per CSV und API
Sage Accounting unterstützt den Import von CSV-Dateien und stellt eine REST-API im Hintergrund zur Verfügung.
Der CSV-Import spielt seine Stärken vor allem bei einer Datenmigration aus, wenn Sie die Historie eines ganzen Jahres auf einmal übertragen müssen und das Spalten-Mapping nur ein einmaliger Aufwand ist. Als täglicher Prozess ist diese Methode jedoch fehleranfällig: Jemand muss die Vorlage pflegen, fehlerhafte Zeilen korrigieren, und am Ende fehlt stets das angehängte Original-PDF.
Die API ist der richtige Ansatz, wenn Rechnungen bereits als strukturierte Daten in einem anderen System vorliegen. Sie ist der falsche Ansatz, wenn Belege als PDFs von vierzig verschiedenen Lieferanten eintreffen, da Sie in diesem Fall die komplette Datenextraktion selbst programmieren müssten.
Weg 4: Eine spezialisierte Erfassungs-Software vorschalten
Der vierte Weg platziert ein System zwischen Ihren Lieferanten und Sage, das Dokumente eigenständig einsammelt, vollständig ausliest und fertige Eingangsrechnungen übermittelt. Dies ist der einzige Ansatz in diesem Vergleich, der sowohl die Beschaffung als auch die Extraktion löst – weshalb diese Methode auch bei wachsendem Belegvolumen skalierbar bleibt.
Tailride

Tailride wurde genau für die beiden Aufgaben entwickelt, die die integrierten Tools von Sage ungelöst lassen: Die Dokumente überhaupt erst einzusammeln und sie anschließend fachgerecht zu kontieren.
Belegbeschaffung. Der Postfach-Scan verbindet sich direkt mit Gmail, Outlook oder IMAP. Rechnungen werden automatisch dort erfasst, wo sie eintreffen, ohne dass jemand sie manuell weiterleiten muss. Lieferantenportale werden über eine intelligente Browser-Erweiterung ausgelesen, die auf Ihre aktive Sitzung zugreift. Es werden keine Zugangsdaten in der Cloud gespeichert und der Abruf funktioniert auch dann reibungslos, wenn der Lieferant die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktiviert. Über 100 Portale werden bereits nativ unterstützt – die komplette Übersicht finden Sie im Portal-Verzeichnis – und neue lassen sich unkompliziert anlernen. Auch Belege, die per WhatsApp oder Telegram gesendet werden, lassen sich direkt verarbeiten.
Rückwirkender Scan. Wenn Sie Tailride mit einem E-Mail-Konto verknüpfen, kann der rückwirkende Scan Jahre der Beleg-Historie vollautomatisch aufarbeiten. Für Kanzleien, die Mandanten mitten im Geschäftsjahr übernehmen, entfällt damit das mühevolle Nachfassen fehlender Dokumente.
Kontierung auf Zeilenebene. Die KI-Extraktion verarbeitet Einzelposten standardmäßig in jedem Tarif und nicht als kostenpflichtiges Add-on. Jede Zeile wird nach Ihrem Sage-Kontenplan vorkontiert, der Steuerschlüssel wird pro Position statt als Pauschale über die gesamte Rechnung erfasst, und Reverse-Charge-Belege werden zur gezielten Überprüfung markiert. Die fertige Eingangsrechnung landet inklusive dem Original-PDF in Sage, wo der intelligente Bankabgleich sie automatisch der passenden Zahlung zuordnet.
Transparente Preise. Abgerechnet wird pro Dokument, niemals pro Nutzer oder Mandant – die Preise sind vollständig öffentlich. Das kostenlose Kontingent umfasst 10 Rechnungen pro Monat, bezahlte Tarife beginnen ab 19 $. Die weiter unten durchgerechneten einhundert Rechnungen mit Einzelposten sind hier deutlich günstiger als der entsprechende Verbrauch an AutoEntry-Credits. Weitere Details zur Einrichtung finden Sie auf der Tailride Sage Accounting Integration. Steuerbüros starten am besten bei der Buchhaltungsautomatisierung für Kanzleien oder der Übersicht für Kanzleien.
Sollte die Belegerfassung Teil einer größeren Software-Entscheidung sein, empfehlen wir unseren Leitfaden für die besten Tools für Steuerkanzleien mit Sage Accounting.
Weitere nennenswerte Anbieter
Dext bietet die stärkste mobile Belegerfassung in dieser Kategorie und rechnet Einzelposten ebenfalls per Credit ab. Hubdoc ist bei Xero kostenlos integriert (nicht bei Sage) und erfasst nur Kopfdaten. Datamolino meistert die Zeilenextraktion sehr gut zu einem fairen Preis, und GetMyInvoices ist einen Blick wert, falls Sie ausschließlich ein Tool für den Rechnungsdownload aus Portalen suchen. Wir haben mehrere dieser Lösungen in unserem Leitfaden zu Dext-Alternativen für Kanzleien analysiert. Detaillierte Direktvergleiche finden Sie auf unseren Vergleichsseiten.
Um an dieser Stelle fair gegenüber Sage zu bleiben: Wenn Ihre Belege stets zuverlässig in Ihrem Posteingang landen, Sie ohnehin nur Lieferant, Datum und Endbetrag benötigen und den Plus-Tarif nutzen, ist die KI-Belegerfassung für dieses Volumen völlig ausreichend und kostenlos. Der Wechsel zu einem Drittanbieter lohnt sich in dem Moment, in dem die Belegbeschaffung zum Engpass wird oder Sie Belegzeilen auslesen müssen.
Was 100 Rechnungen pro Monat in der Praxis kosten
Gehen wir von 100 Lieferantenrechnungen pro Monat aus, bei denen Sie jeweils die Einzelposten benötigen – was für eine korrekte Aufteilung auf verschiedene Sachkonten zwingend erforderlich ist.
| Methode | Monatliche Kosten | Was Sie erhalten |
|---|---|---|
| KI-Belegerfassung (Sage Standard) | 14,00 € (30 frei, dann 70 × 0,20 €) | Nur Kopfdaten. Keine Einzelposten. |
| KI-Belegerfassung (Sage Plus) | 0 € (im Freikontingent von 100) | Nur Kopfdaten. Keine Einzelposten. |
| AutoEntry (Stand-alone) | 47 € (Gold, 200 Credits zu 2 je Beleg) | Einzelposten, Steuer- und Sachkonten |
| AutoEntry (in Sage für Kanzleien) | Evtl. inklusive | Einzelposten – klären Sie das Kontingent mit Sage |
| Tailride | Ab 19 $ | Einzelposten & Kontierung + Abruf aus Postfächern & Portalen |
Die ersten beiden Zeilen sind hierbei entscheidend. Die KI-Belegerfassung im Plus-Tarif ist bei diesem Volumen zwar kostenlos und nützlich – sie wird Ihnen jedoch niemals Einzelposten liefern, da diese Funktion schlichtweg nicht existiert. Daran ändert auch ein höherer Preis nichts.
Die eigentliche Frage dreht sich also nicht um Kosten, sondern darum, ob reine Kopfdaten für Ihre Finanzbuchhaltung ausreichen.
Preise können sich ändern. Prüfen Sie die aktuellen Konditionen von Sage und AutoEntry, bevor Sie Entscheidungen basierend auf dieser Tabelle treffen.
Wo die einzelnen Ansätze an ihre Grenzen stoßen
Kosten einmal beiseitegelassen, hat jeder dieser Ansätze eine klare Grenze, die man kennen sollte.
Die KI-Belegerfassung stoppt bei den Kopfdaten, bei maximal einer Transaktion pro hochgeladener Datei und ist im Start-Tarif komplett gesperrt. Zudem verarbeitet sie immer nur das, was Sie manuell einreichen.
AutoEntry stoppt beim Credit-Modell. Es gibt keine nennenswerten technischen Einschränkungen, aber das Belegvolumen schlägt sich direkt in Kosten nieder – und Einzelposten verdoppeln diesen Tarif.
Der CSV-Import stoppt beim Quelldokument. Eine CSV-Zeile ist zunächst nur eine Zahl ohne Beleg. Für eine GoBD-konforme Buchhaltung muss die Originalrechnung jedoch stets verknüpft und lesbar bleiben.
Alle oben genannten Wege teilen sich zudem ein großes Limit: Sie setzen voraus, dass das Dokument bereits auf Ihrem Schreibtisch liegt. Die Rechnung, die noch im Login-Bereich des Lieferantenportals feststeckt, im E-Mail-Postfach eines Kollegen schlummert oder in den letzten 18 Monaten Beleg-Historie eines neuen Mandanten verborgen ist, taucht in keinem dieser Workflows auf, bis sie jemand manuell abholt.
Genau für diese Lücke wurde Tailride entwickelt. Es ist ein grundlegend anderes Problem als die reine Extraktionsgenauigkeit. Durch direkten Postfach-Zugriff, den Rechnungsdownload via Browser-Erweiterung und den rückwirkenden Scan historischer Daten kommen die Dokumente in der Buchhaltung an, ohne dass sie jemand mühsam zusammensuchen muss.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hat Sage Accounting eine E-Mail-Adresse für den Rechnungs-Empfang?
Ja. Die KI-Belegerfassung generiert eine E-Mail-Adresse, die Sie unter Einkäufe im Bereich „Datei hochladen“ kopieren können. Da sie systemgeneriert ist und sich nicht ändern lässt, eignet sie sich gut für interne Weiterleitungen, ist aber zu kryptisch, um sie direkt an Lieferanten zu kommunizieren.
Liest die KI-Belegerfassung von Sage auch Einzelposten aus?
Nein. Sage gibt offiziell an, dass lediglich Lieferant, Beschreibung und Gesamtbetrag ausgelesen werden. Für Details auf Zeilenebene benötigen Sie AutoEntry oder eine externe Erfassungs-Software.
Wie viele Belege kann ich auf einmal in Sage Accounting hochladen?
Bis zu 25 Dateien pro Upload, mit einer Transaktion pro Datei. Die maximale Dateigröße beträgt 20 MB (in den Formaten PDF, JPG, JPEG, PNG oder TIFF).
Ist die KI-Belegerfassung in meinem Sage-Abonnement enthalten?
Sie ist in den Tarifen Sage Accounting Standard und Plus enthalten, sofern Sie Zugriff auf den Bereich „Einkäufe“ haben. Standard umfasst 30 Transaktionen im Monat, Plus deckt 100 ab. Weitere Belege kosten 0,20 € pro Stück.
Wie viel kostet AutoEntry pro Rechnung?
Das hängt davon ab, was Sie auslesen lassen. Dokumente mit reinen Kopfdaten kosten einen Credit, Dokumente mit Einzelposten kosten zwei Credits, und Seiten von Kontoauszügen schlagen mit drei Credits zu Buche. Im Silber-Tarif (25 € für 100 Credits) entspricht das 0,25 € für ein Kopfdaten-Dokument oder 0,50 € für ein Dokument mit Einzelposten.
Was ist der günstigste Weg, um Einzelposten in Sage Accounting zu importieren?
Definitiv nicht die KI-Belegerfassung, da diese Funktion dort grundsätzlich fehlt. AutoEntry berechnet zwei Credits pro Dokument mit Belegzeilen – für 100 Rechnungen pro Monat benötigen Sie also den Gold-Tarif für 47 €. Tailride bietet die Extraktion und Kontierung von Einzelposten in allen Tarifen ab 19 $ im Monat (die ersten 10 Rechnungen sind kostenlos) und holt die Dokumente zusätzlich selbstständig ab.
Wie kann ich vollautomatisch Rechnungen in Sage Accounting importieren, ohne Belege weiterzuleiten?
Mit den integrierten Tools von Sage ist dies nicht möglich, da sowohl KI-Belegerfassung als auch AutoEntry einen manuellen Upload oder eine Weiterleitung erfordern. Für eine automatische Beschaffung benötigen Sie eine Software mit direktem Postfach- und Portal-Zugriff. Tailride verbindet sich mit Gmail, Outlook oder IMAP, erfasst Portal-Rechnungen über eine Browser-Erweiterung, scannt Postfächer rückwirkend und überträgt die fertig kontierten Belege an Sage.
Was benötigen Steuerkanzleien neben der Beleg-Erfassung typischerweise noch?
Die Belegerfassung ist meist nur eine von fünf Kategorien, die Kanzleien abdecken müssen: Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung (AP), Forderungsmanagement, Kanzleimanagement, Finanzreporting und Workflow-Automatisierung. Die besten Lösungen für jeden dieser Bereiche haben wir im Artikel Die besten Tools für Steuerkanzleien mit Sage Accounting zusammengefasst.
Funktionieren diese Lösungen auch mit Sage 50?
Nicht so, wie hier beschrieben. Sage 50 ist ein separates Desktop-Produkt mit eigener Struktur. AutoEntry lässt sich zwar integrieren, die KI-Belegerfassung aus Sage Accounting gibt es dort aber nicht. Die meisten Drittanbieter-Lösungen unterstützen in der Regel das eine oder das andere Produkt, selten beide gleichermaßen.
Muss ich die Originalrechnung weiterhin aufbewahren?
Ja. Nach den deutschen GoBD müssen Belege und Rechnungen für 10 Jahre archiviert werden. Eine digitale Kopie ist zulässig, sofern sie lesbar, vollständig und unveränderbar gespeichert wird. Egal für welchen Weg Sie sich entscheiden: Achten Sie darauf, dass das Quelldokument dauerhaft mit der Buchung verknüpft bleibt und nicht nur die reinen Zahlen extrahiert werden.
Fazit: So lassen sich Rechnungen in Sage Accounting importieren
Sage Accounting nimmt in diesem Vergleich eine Sonderstellung ein, da der Anbieter gleich beide Teile der Lösung selbst anbietet – jedoch völlig unterschiedlich bepreist. Die KI-Belegerfassung ist inklusive und liest Kopfdaten. AutoEntry liest Einzelposten, nutzt aber ein teureres Credit-Modell, bei dem die begehrtesten Funktionen doppelt berechnet werden.
Überlegen Sie sich vor einem Preisvergleich genau, welche Detaillierung Ihre Buchhaltung erfordert. Die günstige und die leistungsstarke Option sind bei Sage nicht dasselbe Produkt, und auch ein Tarif-Upgrade macht aus dem einen nicht plötzlich das andere.
Stellen Sie sich anschließend die weitaus wichtigere Frage: Kommen die Rechnungen überhaupt zuverlässig bei Ihnen an? Wenn ein Großteil der Belege nach wie vor in Portalen festhängt oder in Postfächern vergessen wird, war die reine Extraktion nie der eigentliche Engpass. Dann wird auch das größte Budget für AutoEntry-Credits das Problem nicht lösen.
Genau hier setzen wir an. Tailride sammelt Dokumente aus Postfächern, Portalen und Messenger-Apps ein, rekonstruiert die Historie, die Sie nie erfasst haben, kontiert jede Zeile passend zu Ihrem Sage-Kontenplan und überträgt die Eingangsrechnung mitsamt Original-PDF. Zehn Rechnungen im Monat sind dauerhaft kostenlos. Sie können die Software also unverbindlich mit Ihren eigenen Belegen testen. Kostenlos starten → · Zur Sage-Integration → · Preise ansehen →
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