Hubdoc Alternativen für deutsche Steuerberater (2026)

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Hubdoc Alternativen für deutsche Kanzleien und Steuerberater (2026)

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · ~11 Min. Lesezeit · Veröffentlicht von Tailride

Hubdoc ist in jedem kostenpflichtigen Xero-Tarif kostenlos enthalten. Das macht es auf den ersten Blick attraktiv – bis man versucht, damit eine deutsche Kanzlei zu führen. Meist zeigen sich schon in der ersten Woche drei gravierende Probleme: Es gibt keine Möglichkeit, Daten an DATEV, sevDesk oder Lexware Office zu übergeben. Der automatische Belegabruf, für den das Tool einst bekannt war, wurde vor Jahren abgeschaltet. Und statt einzelner Rechnungspositionen liest die Software nur Kopfdaten aus, was für eine saubere Kontierung nicht ausreicht.

Das sind keine Kleinigkeiten. Die deutsche Buchhaltung endet in DATEV oder einem lokalen ERP-System. Ein Erfassungstool ohne passende Schnittstelle zwingt Ihr Team dazu, auf den letzten Metern doch wieder alles manuell abzutippen. Dieser Leitfaden beleuchtet, was die Software im Jahr 2026 leistet, wo sie an ihre Grenzen stößt und welche Hubdoc Alternativen optimal zu den Abläufen deutscher Steuerkanzleien passen.

Zusammenfassung: Wann sich Hubdoc Alternativen lohnen

Wechseln Sie zu einer anderen Lösung, wenn Ihre Kanzlei Belege an DATEV, sevDesk oder Lexware Office übermitteln muss, Sie zeilengenaue Daten (Line Items) statt reiner Endsummen benötigen oder auf einen verlässlichen, automatischen Belegabruf angewiesen sind. Behalten Sie Ihr Setup bei, wenn Sie ausschließlich mit Xero arbeiten, vorwiegend im englischsprachigen Raum agieren und Ihnen das reine Speichern sowie das Auslesen der Kopfdaten ausreichen.

Die Details dahinter:

  • Der klassische Belegabruf in Hubdoc wurde am 27. April 2022 eingestellt. Die neuen API-Direktverbindungen umfassen lediglich Bank of America, Wells Fargo und Stripe – für einen deutschen Lieferantenstamm absolut wertlos.

  • Das Tool exportiert ausschließlich nach Xero und QuickBooks Online. Kein DATEV, kein sevDesk, kein Lexware Office.

  • Es werden nur Lieferant, Datum und Gesamtbetrag erfasst, keine Einzelpositionen. Die Zuordnung zu Sachkonten und Kostenstellen bleibt somit reine Handarbeit.

  • Xero, die Muttergesellschaft von Hubdoc, bietet keine deutsche Version an. Deutschland gehört schlichtweg nicht zu den Kernmärkten.

  • Tailride exportiert ein DATEV-konformes XML-Paket mitsamt den Original-PDFs, überträgt Daten nahtlos an sevDesk, Lexware Office, e-conomic, Xero, QuickBooks, Odoo sowie Business Central und kontiert jede einzelne Belegzeile direkt im passenden Kontenrahmen. Kostenlos für bis zu 10 Rechnungen pro Monat, danach ab 19 $.


Der Status quo: Was das Tool leistet – und wo es scheitert

Hubdoc ist eine Software zur Belegerfassung, die 2018 von Xero übernommen wurde. Sie können Rechnungen und Quittungen per E-Mail-Weiterleitung, Smartphone-Foto, Scanner oder Datei-Upload einreichen. Die OCR-Technologie liest die wichtigsten Felder aus und leitet das Dokument an Xero oder QuickBooks Online weiter. Der Service kostet 12 $ pro Monat und Unternehmen bei unbegrenzter Nutzer- und Dokumentenanzahl (und ist in allen kostenpflichtigen Xero-Tarifen ohne Aufpreis enthalten).

Für eine Kanzlei in Großbritannien oder Australien, die ohnehin Xero nutzt, ist das eine solide Basis. In Deutschland wiegen jedoch vier Einschränkungen weitaus schwerer als der günstige Preis.

Der automatische Belegabruf ist Geschichte

Früher war das Tool vor allem für den automatischen Abruf bekannt: Man verknüpfte einen Lieferanten oder ein Bankkonto, und die Belege wurden eigenständig importiert. Diese Standard-Verbindungen hat Xero am 27. April 2022 eingestellt. Die Begründung: Die zugrunde liegende Technologie sei veraltet und würde häufig von Banken und Lieferanten blockiert (Xero Blog).

Als Ersatz dienen heute direkte API-Verbindungen. Zum Zeitpunkt der Ankündigung nannte Xero exakt drei: Bank of America, Wells Fargo und Stripe. Zwei US-Banken und ein Zahlungsabwickler. Wenn Ihre Mandanten ihre Konten bei einer Sparkasse oder Volksbank haben und bei deutschen Händlern einkaufen, ist der automatische Abruf schlichtweg keine Option mehr. Zudem scheitert klassisches Screen-Scraping über Zugangsdaten in der Regel in dem Moment, in dem ein Portal-Betreiber die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) aktiviert.

Keine Anbindung an das deutsche Ökosystem

Für die meisten deutschen Kanzleien ist dies das K.-o.-Kriterium. Der Export erfolgt lediglich zu Xero und QuickBooks Online. DATEV wird nicht unterstützt, ebenso wenig sevDesk oder Lexware Office. Egal, wie präzise die extrahierten Daten sind – am Ende muss doch jemand sie händisch in das Buchhaltungssystem der Kanzlei übertragen.

Nur Kopfdaten, keine Belegzeilen (Line Items)

Ausgelesen werden der Name des Lieferanten, das Datum und der Gesamtbetrag. Unabhängige Tests bescheinigen der OCR-Erkennung eine Genauigkeit im Bereich von 85 bis 94 Prozent, wobei die Verarbeitung zum Teil Stunden in Anspruch nehmen kann. Eine Rechnung wird dabei nicht in ihre Einzelpositionen zerlegt. Enthält eine Lieferantenrechnung beispielsweise Büroausstattung, Softwarelizenzen und Frachtkosten, so wird diese als ein einziger Betrag erfasst. Die feingranulare Aufteilung auf Sachkonten (etwa im SKR03 oder SKR04) erfordert somit jedes Mal manuelle Eingriffe.

Xero bietet keine deutsche Version an

Da Hubdoc ein Xero-Produkt ist, bedient es naturgemäß auch nur deren regionale Märkte: Australien, Neuseeland, Großbritannien, Irland, Kanada, die USA, Singapur, Malaysia, Hongkong, Indonesien, die Philippinen und Südafrika. Deutschland gehört nicht dazu. Und diese strategische Lücke macht sich genau dort bemerkbar, wo es für deutsche Steuerberater im Arbeitsalltag kritisch wird.

Ein weiteres Detail, das Sie beim Vergleich bedenken sollten: Es wird für jedes Unternehmen ein separates Abonnement benötigt. Ein äußerst umständliches Modell für Kanzleien, die Dutzende Mandanten parallel verwalten.


Was deutsche Kanzleien wirklich von Software erwarten

Bevor wir verschiedene Tools miteinander vergleichen, müssen die spezifischen Anforderungen dieses Marktes klar benannt werden. Sie machen den feinen Unterschied zwischen „funktioniert irgendwie“ und „funktioniert reibungslos in Deutschland“.

  • Schnittstellen zum deutschen Tech-Stack. DATEV, sevDesk oder Lexware Office. Ohne eine native Übergabe endet die Automatisierung kurz vor dem eigentlichen Rechnungswesen.

  • Extraktion von Einzelpositionen (Line Items). Die Kontenrahmen SKR03 und SKR04 sind hochdetailliert, und die Kostenstellen-Logik greift meist direkt auf der jeweiligen Zeilenebene. Eine bloße Erfassung von Endsummen reicht zur Vorkontierung nicht aus.

  • Steuererkennung pro Zeile. Finden sich auf einer Rechnung gemischte Steuersätze (z. B. 19 % und 7 %), muss der jeweilige Satz direkt vom Dokument abgelesen werden und darf nicht einfach blind vom Lieferantenstamm abgeleitet werden.

  • GoBD-konforme Archivierung. Digitale Belege müssen nach deutschen Richtlinien vollständig, unveränderbar und manipulationssicher sein – gekoppelt an jahrelange Aufbewahrungsfristen. Fragen Sie jeden Anbieter, wo die Dokumente physisch liegen, ob das Original-PDF stets zusammen mit den ausgelesenen Daten gespeichert wird und wie der Audit-Trail aufgebaut ist.

  • Mehrsprachige Dokumentenerkennung. Deutsche Unternehmen kaufen global ein. Ein System, das nur Rechnungen mit lateinischen Schriftzeichen verarbeiten kann, erzeugt für alle abweichenden Belege sofort wieder einen manuellen Bearbeitungsstau.


7 Hubdoc Alternativen für deutsche Steuerbüros

Die folgenden Beschreibungen fassen die jeweilige Marktpositionierung zusammen. Da sich Funktionen und Preise jederzeit ändern können, prüfen Sie bitte vor einer finalen Entscheidung die aktuellen Informationen auf der Website des Anbieters.

1. Tailride

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Tailride ist ein KI-gestütztes Tool für die Rechnungs- und Belegautomatisierung, das exakt die oben beschriebenen Lücken schließt. Es exportiert ein DATEV-konformes XML-Paket mitsamt integrierten Original-PDFs und übergibt Daten nahtlos an sevDesk, Lexware Office und e-conomic sowie an Xero, QuickBooks, Odoo und Business Central. Für eine deutsche Kanzlei bedeutet das den Sprung von einem rudimentären Workaround zu einem vollständig automatisierten Prozess.

Die Datenauslese erfolgt in jedem Tarif und bei jedem Dokument detailliert bis auf die Zeilenebene. Jede Position wird sofort auf Ihren Kontenrahmen gebucht – unter Berücksichtigung des korrekten Steuersatzes pro Zeile. Die Vorsteuer wird somit exakt verbucht und nicht pauschal geschätzt. Zudem werden Rechnungen nicht nur in europäischen Sprachen, sondern auch in nicht-lateinischen Schriften erkannt. Ein massiver Vorteil bei Mandanten mit Lieferanten außerhalb Westeuropas.

Die Belegsammlung läuft parallel über drei Kanäle: Eine direkte Schnittstelle zu Gmail oder Outlook, die rückwirkend auch Jahre alte E-Mail-Verläufe scannt; eine Browser-Erweiterung, die Rechnungen aus über 100 Lieferantenportalen zieht und in Ihrer eigenen, aktiven Login-Sitzung für beliebige neue Portale angelernt werden kann; sowie den klassischen Upload und Foto-Scan. Da die Erweiterung direkt in Ihrem Browser agiert, bereitet eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) keine Probleme. Genau daran scheitern veraltete Abruf-Technologien in der Regel.

Speziell für Kanzleien bietet Tailride dedizierte Steuerberater-Accounts mit einem mandantenübergreifenden Master-Dashboard, attraktiven Volumenrabatten und separaten Arbeitsbereichen für jeden Mandanten. Darüber hinaus sind in sämtlichen Tarifen Rechnungsfreigabe-Workflows (AP Automation) und der direkte Bankabgleich inkludiert.

Preise: Kostenlos für 10 Rechnungen pro Monat mit zwei angebundenen Postfächern; danach 19 $ für 75, 49 $ für 350, 99 $ für 750 und 199 $ für 1.500 Belege. Bei jährlicher Abrechnung erhalten Sie effektiv etwa zwei Monate gratis.

Ideal für: Deutsche Kanzleien und Unternehmen mit mehreren Entitäten (Multi-Entity), die eine DATEV-, sevDesk- oder Lexware-Anbindung, zeilengenaue Kontierung und automatischen Belegabruf in einer einzigen zentralen Lösung bündeln möchten.

2. GetMyInvoices

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Eine auf den deutschen Markt zugeschnittene Software zur Dokumentenbeschaffung mit einem umfangreichen Katalog an angebundenen Lieferantenportalen und einer bewährten DATEV-Schnittstelle. Der Schwerpunkt liegt hier klar auf der Beschaffung und Verteilung der Belege, weniger auf einer extrem tiefgehenden Kontierung der Einzelpositionen. Das Preismodell skaliert anhand von Dokumentenvolumen und der Anzahl verknüpfter Konten. Eine gute Option, wenn in erster Linie das mühsame Zusammentragen der Belege das Kernproblem darstellt. Siehe Tailride vs. GetMyInvoices.

3. Candis

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Candis wurde für deutsche Rechnungseingangsprozesse (Accounts Payable) entwickelt und punktet mit intelligenten Freigabe-Routinen, Zahlungsvorbereitung und einer starken DATEV-Integration. Das System richtet sich eher an die operativen Finanzteams im Unternehmen – zur Klärung, wer was freigibt und wann bezahlt wird – als an die klassische Bearbeitung in der Kanzlei. Ein Blick lohnt sich, falls interne Freigaben Ihren Workflow ins Stocken bringen. Siehe Tailride vs. Candis.

4. BuchhaltungsButler

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Ein deutsches Tool, das auf die automatische Belegerfassung inklusive maschinengestützter Buchungsvorschläge und DATEV-Export spezialisiert ist. Es positioniert sich in der Mitte zwischen einem reinen Erfassungs-Add-on und einer eigenständigen Buchhaltungssoftware. Die Preise richten sich nach dem monatlichen Transaktionsvolumen.

5. Dext

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Das wohl etablierteste internationale Werkzeug in diesem Bereich und oft der erste Vergleichspunkt. Dext liest (im Gegensatz zu Xeros hauseigener Variante) tatsächlich auch Einzelpositionen aus, ist technologisch jedoch stark auf lateinische Schriftzeichen fokussiert. Abgerechnet wird pro Dokument oder über ein Credit-System, wodurch die Kosten bei hohem Volumen recht schnell steigen können. Siehe Tailride vs. Dext.

6. AutoEntry

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Die zu Sage gehörende Belegerfassung arbeitet mit einem kreditbasierten Preismodell. Sie ist europaweit verbreitet und der naheliegendste Kandidat für Kanzleien, die ohnehin fest im Sage-Ökosystem verankert sind. Eine zeilengenaue Erfassung wird angeboten, erfordert aber in der Regel einen höheren Credit-Einsatz pro Dokument.

7. Datamolino

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Ein langjährig am Markt aktives Tool, das gezielt auf Buchhaltungsbüros ausgerichtet ist. Es bietet Schnittstellen zu Xero, QuickBooks und Sage sowie ein sauberes Multi-Client-Handling. Die Texterkennung ist in erster Linie auf lateinische Schriften trainiert – ein Aspekt, den Sie im Vorfeld unbedingt mit Blick auf Ihren Mandantenstamm evaluieren sollten.


Funktionsvergleich auf einen Blick

HubdocTailrideGetMyInvoicesCandisDext
DATEV-ÜbergabeNeinDATEV XML + Original-PDFsJaJaÜber Export
sevDesk / Lexware OfficeNeinJa, direktJaNeinNein
Zeilengenaue Extraktion (Line Items)Nein (nur Kopfdaten)Jedes Dokument, jeder TarifBegrenztJaJa
Kontierung (Kontenrahmen)Einfache VorschlägePro Zeile, inkl. Steuersatz, mandantenspezifisches LernenBegrenztJaRegelbasiert
Automatischer Belegabruf2022 eingestellt; 3 direkte APIsPostfach-Anbindung + über 100 Portale, anlernbarGroßer Portal-KatalogBegrenztWeiterleitung + einige Portale
Rückwirkender Postfach-ScanNeinJaNeinNeinNein
Nicht-lateinische SchriftenNeinJaBegrenztBegrenztFokus auf Latein
BankabgleichÜber Xero abgewickeltIntegriert, jeder TarifNeinFokus auf ZahlungenSeparat
Multi-Entity (mehrere Firmen)Jeweils separates AboEin Konto, Kanzlei-DashboardJaJaJa
Kostenloser TarifNur über kostenpflichtigen Xero-Tarif10 Rechnungen/Monat, dauerhaftTestphaseTestphaseTestphase

Da sich Leistungsmerkmale und Preise wandeln können, empfiehlt sich vor einer finalen Entscheidung ein kurzer Check auf der jeweiligen Anbieterseite. Drei Aspekte verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit. Beim automatischen Belegabruf eilt der Ruf der alten Lösung ihren aktuellen Fähigkeiten weit voraus – die von vielen geschätzte Funktion existiert in der damaligen Form seit 2022 nicht mehr. Der rückwirkende Postfach-Scan ist ein Feature, das hier sonst niemand anbietet: Jedes andere Tool beginnt erst ab dem Tag der Aktivierung mit dem Sammeln, sodass das laufende Geschäftsjahr mühsam händisch rekonstruiert werden muss. Und das Thema Multi-Entity entpuppt sich schnell als stiller Kostentreiber, wenn sich die Abonnements pro Unternehmen im Kanzleialltag unbemerkt summieren.


Warum Tailride perfekt zum deutschen Kanzleialltag passt

Kurz gesagt: Tailride ist so konzipiert, dass der Prozess exakt dort endet, wo auch die deutsche Buchhaltung endet – und nicht dort, wo Xeros Systemgrenzen verlaufen.

Eine Rechnung landet im E-Mail-Postfach eines Mandanten. Tailride identifiziert das Dokument völlig selbstständig (niemand muss E-Mails manuell weiterleiten), liest sämtliche Zeilen aus und ordnet jeder Einzelposition direkt das korrekte Sachkonto sowie den passenden Steuersatz zu. Diese Zuweisung basiert intelligent auf dem Dokument selbst, dem Lieferanten und den bisherigen Buchungsmustern genau dieses Mandanten. Das Resultat wird als sauberes, DATEV-konformes XML inklusive Original-PDF exportiert – oder nahtlos an sevDesk, Lexware Office, e-conomic, Xero, QuickBooks, Odoo bzw. Business Central übertragen.

Da die strukturierte Datendatei stets gemeinsam mit der Originaldatei reist, bleiben Quelle und Datensatz im Archiv untrennbar verbunden. Das ist genau die Struktur, die ein rechtssicherer, GoBD-konformer Prozess zwingend erfordert.

Die intelligente Vorkontierung ist der Bereich, in dem Sie massiv Stunden einsparen. Die KI versteht völlig unterschiedliche Layouts, ohne dass Sie vorab starre Lieferanten-Templates basteln müssen. Selbst völlig unbekannte Rechnungen werden auf Anhieb korrekt aufgeschlüsselt. Anstatt nur die Gesamtsumme zu erfassen, bucht das System jede einzelne Zeile. Und es lernt kontinuierlich dazu: Korrigieren Sie eine Zuordnung einmalig, speichert das System diese Regel für den entsprechenden Lieferanten und die genaue Artikelbezeichnung spezifisch für diesen Mandanten. Die nächste Rechnung des Lieferanten kommt dann bereits perfekt kontiert an. Sie müssen vorab keine komplexen Regelwerke definieren – und falls Sie bereits historische Buchungsdaten im System haben, können Sie diese importieren. So startet die Automatisierung sofort mit der realen Kontenlogik der Kanzlei.

Ihr Team arbeitet fortan eine übersichtliche Kontroll-Liste ab, anstatt Belege von Grund auf neu zu erfassen.

Ein praxisnaher Härtetest für jedes Tool in diesem Bereich: Nehmen Sie eine richtig komplexe Lieferantenrechnung mit gemischten Steuersätzen und verschiedenen Kostenkategorien, jagen Sie diese durch das System und prüfen Sie kritisch, ob sowohl die Einzelpositionen als auch die Vorsteuer im Ergebnis fehlerfrei abgebildet werden.

Sie können mit 10 Rechnungen im Monat völlig kostenlos starten, ohne eine Kreditkarte hinterlegen zu müssen.


So gelingt der Wechsel zu Hubdoc Alternativen ohne Datenverlust

  1. Exportieren Sie zunächst Ihr bestehendes Archiv, solange der alte Account noch aktiv ist.

  2. Verbinden Sie Ihre Postfächer mit Tailride. Der rückwirkende Scan rekonstruiert das Archiv anhand der E-Mail-Historie, sodass vergangene Rechnungen ganz von allein wiederhergestellt werden.

  3. Verknüpfen Sie Lieferantenportale bequem über die intelligente Browser-Erweiterung – sicher innerhalb Ihrer eigenen, aktiven Login-Sitzungen.

  4. Synchronisieren Sie den Kontenrahmen und importieren Sie den bisherigen Buchungsverlauf. So orientiert sich die KI von Anfang an an den tatsächlichen Mustern des Mandanten.

  5. Lassen Sie beide Systeme für einen Abrechnungszyklus parallel laufen. Vergleichen Sie die Ergebnisse und schalten Sie das alte Tool anschließend ab – oder ignorieren Sie es einfach, da es im bestehenden Xero-Tarif ohnehin keine direkten Zusatzkosten verursacht.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Funktioniert Hubdoc mit DATEV?
Nein. Der Datenexport beschränkt sich ausschließlich auf Xero und QuickBooks Online. Es gibt weder einen nativen DATEV-Export noch direkte Schnittstellen zu sevDesk oder Lexware Office. Deutsche Kanzleien sind gezwungen, die Daten über fehleranfällige und zeitaufwendige Umwege zu transferieren.

Kann die Software noch Rechnungen automatisch aus Portalen abrufen?
Nur noch extrem eingeschränkt. Xero hat die klassischen Abruf-Schnittstellen am 27. April 2022 eingestellt und durch direkte API-Verbindungen ersetzt. Zum Zeitpunkt der Ankündigung umfassten diese lediglich Bank of America, Wells Fargo und Stripe. Für den deutschen Markt mit seinen Banken und Lieferanten gibt es keine vergleichbare Abdeckung.

Warum werden keine Einzelpositionen (Line Items) ausgelesen?
Das System wurde in erster Linie für das simple Einsammeln und die Erfassung von Kopfdaten konzipiert: Lieferant, Datum, Gesamtsumme. Das Auslesen einzelner Belegzeilen erfordert eine technologische Tiefe, die hier schlicht fehlt – genau diese ist aber essenziell, um korrekte Buchungen im SKR03 oder SKR04 vorzunehmen.

Worauf muss ich bei der GoBD-konformen Archivierung achten?
Klären Sie, wo und auf welchen Servern die Dokumente abgelegt werden. Wird das Original-PDF stets zusammen mit den ausgelesenen Daten gespeichert? Lassen sich Datensätze im Nachhinein manipulieren? Wie lange bleiben sie erhalten? Bei den GoBD stehen Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit und Unveränderbarkeit im Mittelpunkt. Das Archiv ist daher genauso wichtig wie die Texterkennung selbst.

Können Belegerfassungs-Tools auch Fremdsprachen verarbeiten?
Einige moderne Systeme beherrschen das. Tailride liest sämtliche europäische Sprachen sowie nicht-lateinische Schriften aus. Für Kanzleien, deren Mandanten weltweit einkaufen, ist das entscheidend. Ältere, rein auf lateinische OCR-Modelle trainierte Softwarelösungen werfen solche Belege meist als Fehler zur manuellen Nachbearbeitung zurück.

Ist das Tool für deutsche Kanzleien wirklich kostenlos?
Es ist in den kostenpflichtigen Xero-Tarifen inkludiert. Die reine Softwarelizenz verursacht folglich keine Zusatzkosten, wenn Sie ohnehin für Xero bezahlen. Die wahren Kosten verstecken sich jedoch im manuellen Arbeitsaufwand: Fehlende DATEV-Schnittstellen, keine Extraktion von Einzelpositionen und ein unbrauchbarer automatischer Belegabruf fressen im Kanzleialltag unzählige Stunden.


Fazit: Der Umstieg auf Hubdoc Alternativen zahlt sich aus

Innerhalb eines reinen Xero-Setups ist das bisherige Tool ein solides, da kostenloses Erfassungswerkzeug. Im deutschen Markt verlangt man der Software jedoch eine Rolle ab, für die sie schlicht nie entwickelt wurde: Nichts gelangt nativ zu DATEV, sevDesk oder Lexware Office, der einst beliebte automatische Belegabruf existiert seit 2022 nicht mehr, und wer nur Kopfdaten ausliest, erschwert jede sinnvolle Vorkontierung enorm. Die wirklich lohnenswerten Hubdoc Alternativen zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Workflow konsequent zu Ende denken. Strukturierte Daten und die Originalbelege landen zeilengenau kontiert exakt in dem Buchhaltungssystem, das Ihre Kanzlei heute schon nutzt.

Wenn Sie dies praxisnah an Ihren eigenen Dokumenten evaluieren möchten, starten Sie völlig kostenlos und lassen Sie einfach einmal eine unübersichtliche Lieferantenrechnung automatisiert auswerten.


Weitere Ratgeber


Quellen: Xero - Warum wir den Rechnungsimport in Hubdoc ändern (Englisch) · Regionale Xero Websites · Hubdoc im Xero App Store

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